Internationale Zusammenarbeit

Die Andreas Hermes Akademie engagiert sich gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband und Experten der Deutschen Agrar- und Ernährungsbranche seit einigen Jahren auch in Ländern des östlichen Europas, Asiens und Afrikas. Im Zentrum stehen die Entwicklung der Persönlichkeit im Rahmen von Unternehmer- und Führungstrainings, die Menschen dabei stärken, eigenverantwortlich zu denken und handeln. Wir legen zudem einen Fokus auf die Stärkung mitgliedergetragener Organisationen, wie z.B. Bauernverbände, Netzwerke junger Landwirte, Genossenschaften und ähnlichen Formen der Zusammenarbeit zwischen Farmern und weiteren Akteuren in den Wertschöpfungsketten der Agrarwirtschaft.

Stärkung bäuerlicher Organisationen

Die AHA unterstützt die Entwicklung von Bauernorganisationen in wirtschaftlich weniger entwickelten Ländern durch Organisationsentwicklung, Professionalisierung, sowie durch Kompetenzentwicklung im Bereich Interessensvertretung. Ein Kernfeld der Zusammenarbeit liegt in der gemeinsamen Erarbeitung von Dienstleistungsangeboten und Geschäftsmodellen für eine nachhaltige Verbandstätigkeit. Dabei spricht die AHA die Partner auf Augenhöhe an und belässt die strategischen und operativen Entscheidungen in deren Händen. Die Eigenverantwortung wird gefördert, auch wenn es darum geht, notwendige Ressourcen für die eigene Entwicklung zu mobilisieren.

b|u|s international

Seit 2006 engagiert sich die Andreas Hermes Akademie in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Zunächst ging es um die Ausbildung von Unternehmertrainern auf Basis des in Deutschland seit langen Jahren erfolgreichen b|u|s Trainingsprogramm. Dazu wurde eine kompakte Variante mit drei Modulen „b|u|s International“ entwickelt. Im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie in Zusammenarbeit mit der GEFAK (Gesellschaft für angewandte Kommunalentwicklung, Marburg) wurden so in Burkina Faso, Benin, Elfenbeinküste, Äthiopien, Tunesien, Nepal und der Mongolei über einhundert Trainer ausgebildet. Diese stehen für Unternehmer-Trainings zur Verfügung.
Der erfolgreiche Ansatz wurde ebenfalls im Kontext des Projektes „Stärkung bäuerlicher Organisationen für nachhaltige Agrarentwicklung“ angewandt, hier jedoch mit der Ausbildung von Farmern zu internen Trainern als integraler Teil der Dienstleistungsentwicklung der Organisationen.

Academy Abroad

Ein wichtiger Aspekt jeder Zusammenarbeit ist der Aufbau lokaler Kapazitäten und Netzwerke. Der Reichtum unserer Arbeit liegt in der hohen Qualität und großen Vielfalt unserer Trainer und Experten. Die meisten stammen selbst aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft und begleiten in ihrer Arbeit mit der AHA Menschen und Organisationen, deren Herausforderungen und Werdegänge sie auch aus eigenem Erleben kennen. Dies ist uns auch in Afrika und Asien wichtig. So bilden wir seit 2006 Trainer und Mastertrainer aus, die aus unterschiedlichen Bereichen der Landwirtschaft und der ländlichen Entwicklung stammen, Männer wie Frauen, junge wie ältere Semester. Lokale Experten sind in unserer Arbeit – zum Beispiel in den Trainings zur Interessensvertretung – unerlässlich. Und so wächst auch in Afrika und Asien ein exzellent qualifizierter, kompetenter, und erfahrener Trainer- und Expertenpool heran. Was sie auszeichnet: Die in unseren Augen so wichtige wertschätzenden Grundhaltung, die Sensibilität für ihr Gegenüber und die Sach- und Methodenkenntnis, um Menschen in ihren Veränderungsprozessen begleiten zu können.

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