Von der Idee, auch als Bürgermeister über „New Work“ nachdenken zu dürfen

von Marika Puskeppeleit

Bürgermeister nehmen in Deutschland eine wichtige und besondere Rolle ein. Sie repräsentieren ihre Gemeinde nach außen, stellen den Vorsitz des Gemeinderats und leiten die Verwaltung. Sie sind Manager, Kommunikator, Stratege, Kooperationspartner, Moderator und Führungskraft in einem. Oftmals stehen Sie in einem Spannungsfeld verschiedener Ansprüche aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und auch einzelner Bürger.

An der Spitze einer Gemeinde zu stehen bedeutet, Verantwortung für Bestand und Tradition aber auch für Fortschritt und Zukunft zu übernehmen.

Gleichzeitig werden Aufgabenfelder täglich herausfordernder und komplexer: Ob es um die Versorgung älterer Bürger, um Mobilität, um ärztliche Versorgung, um den digitalen Wandel, oder allgemein um die wirtschaftliche und soziale Entwicklung geht: Das Amt eines Bürgermeisters ist eine Herkulesaufgabe hinsichtlich des Managements. Kann das auch die Zukunft sein?

Wir rücken den Bürgermeister in den Fokus!

Anlässe hierfür gibt es viele: Die neue Generation an Bürgermeistern und Mitarbeitern, die andere Bedürfnisse an „sinnstiftende“ Arbeit hat, 80-Stundenwochen mit extremer Präsenz und Sichtbarkeit des Bürgermeisters in seiner Kommune, das Ziel einer verbesserten Work-Life-Balance, der digitale Wandel, der vieles ermöglicht „anders“ zu machen, fehlende Kandidaten, die sich aufstellen lassen und letztlich auch die Situation, dass Bürgermeister zunehmend zur Zielscheibe für Mobbing und Gewalt werden.
Unsere ambitionierte Herausforderung lautet: Wieviel „New Work“ passt in ein Rathaus und in eine Kommune? Wie kann eine Persönlichkeit wie der Bürgermeister diese gemeinsam mit seinen Teams gestalten, leben und zugunsten von mehr Gestaltungsraum umsetzen?

Aus der Theorie und Praxis des „New Work“ leiten wir ab:

1. Der digitale Wandel ermöglicht mehr zeitliche und räumliche Flexibilität! Frage: Wieviel selbstbestimmteres Arbeiten ist im Rathaus und im Terminkalender eines Bürgermeisters umsetzbar?
2. Kollaboration schafft Mehrwerte! Frage: Wie gelingt es, Wissen und Ressourcen zu mobilisieren, zuständigkeitsübergreifende Zusammenarbeit in heterogenen Teams zu ermöglichen und – wo sinnvoll – Arbeitssilos aufzulösen?
3. Die Sinnfrage darf sich auch ein Bürgermeister stellen! Frage: Wieviel Passion und Leidenschaft steckt (noch) in der Rolle eines Bürgermeisters und im Rathaus? Bleibt der Begriff Work-Life-Balance für immer auf der Strecke?
4. Neues Arbeiten passt nicht in alte Strukturen! Frage: An welchen Stellen schafft weniger Hierarchie und mehr Netzwerk Ressourcen für Neues? Wo für mehr Flexibilität und Kreativität?

Schlussendlich steckt dahinter auch die Zielstellung: Wie kann ein Bürgermeister „entlastet“ werden – und auch die kommunalen Strukturen weiterentwickelt werden – um anders und gestaltungsstärker seine Rolle wahrzunehmen. Kulturwandel- und Change Management-Aspekte liegen auf der Hand.

Im Herbst werden wir konkreter:

• Wir schauen in die Zukunft: Gemeinsam mit Bürgern, Vordenkern, Fachexperten, Bürgermeistern und anderen Verantwortlichen und Gestaltern einer Kommune stellen wir uns der Frage, wie eine Kommune 2030 aussehen kann? Dies werden wir in unserem Format „Zukunftsradar Kommune“ erarbeiten.
• Wir entwickeln Konzepte: Gemeinsam mit Bürgermeistern, New Work-Experten und Trainern wie wir Bürgermeister in Ihren Wegen der Veränderung unterstützen können

Die Autorin

Marika Puskeppeleit

Geschäftsleiterin 


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