Gemeinsam stark – bäuerliche Organisationen als Motor einer besseren Agrarpolitik Afrikas

von Nicole Bolomey

"Freiheit, Verantwortung und Selbstbewusstsein sind die Grundvoraussetzungen für eine Beteiligung an politischen Prozessen u.a. durch Bauernverbände, die die Rahmenbedingungen für eine zukunftsweisende Landwirtschaft formen."

Dies betonte die parlamentarische Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth beim Podiumsgespräch am 12. September 2018 im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Das Gespräch hob die bedeutende Rolle bäuerlicher Organisationen in der Agrarpolitik Afrikas heraus und reflektierte die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Andreas Hermes Akademie (AHA) und dem Deutschem Bauernverband e.V. (DBV) innerhalb der Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ (SEWOH) seit 2015. Vertreten waren unter anderem Frau Elisabeth Nsimadala, Präsidentin EAFF, East African Farmers‘ Federation (EAFF), Dr. Leonard Mizzi, Referatsleiter für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung in der DG DEVCO (Generaldirektion für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung) der EU Kommission, Dr. Kees Blockland, Board Mitglied von AgriCord und Managing Director von Agriterra, Herr Werner Schwarz, Vize-Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), sowie Dr. Sinare Sinare, Präsident von SACAU, Southern African Confederation of Agricultural Unions (SACAU).

Die Podiumsdiskussion folgte einem zweitägigen Workshop in der Nähe von Nauen(Brandenburg), zu dem 17 hochrangige Vertreter von 7 nationalen afrikanischen Bauernverbänden aus den Partnerländern Tansania, Kenia, Uganda und Burkina Faso sowie Repräsentanten der regionalen Bauernvertretungen von Westafrika (ROPPA), Ostafrika (EAFF), und dem südlichen Afrika (SACAU) eingeladen waren. Sie trafen sich mit deutschen und europäischen Gästen aus unterschiedlichen agrarpolitischen Kontexten zum gemeinsamen Austausch über die Systeme der Interessenvertretung.

Wichtige Kernaussagen der Veranstaltung waren unter anderem die große Bedeutung des Abbaus von Handelsbarrieren für den innerafrikanischen Handel, sowie die Notwendigkeit für Partner aus dem Norden, die Landwirte mit und durch die mitgliedergetragenen Organisationen zu unterstützen, um gute Ansätze in die Breite tragen zu können.

Angesichts der positiven Wirkungen und Reaktionen aller Teilnehmer erhielt die AHA für 2019-21 einen Zuschuss der GIZ aus dem Projekt „Agrarpolitischer Beratungsfonds“, um mit den drei Regionalverbänden EAFF, SACAU und ROPPA die agrarhandelspolitischen Kapazitäten auf regionaler wie nationaler Ebene weiterzuentwickeln und dies mit Erarbeitung einer Strategie für den intraregionalen Handel einer Produktgruppe einzuüben.

Die Autorin

Nicole Bolomey

Geschäftsleiterin

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